Interim Management Symposium 2022

29. Juni 2022, Wien

Das war das Interim Management Symposium 2022.

New Work - Paradigmenwechsel in der Arbeitswelt und Antworten von Bundesminister Kocher

Im Rahmen des BÜHLER MANAGEMENT Interim Management Symposium hat Bundesminister Kocher aufgezeigt, dass der Paradigmenwechsel durch die Forderungen der Generation Y und der demografischen Entwicklung getriggert ist. Nach BM Kocher werden die Unternehmen künftig für persönliche Autonomie und Freiheit sowie sinnstiftende Aufgaben für ihre Mitarbeitenden sorgen müssen, um im War4talents reüssieren zu können. Ohne sinnstiftende Aufgaben ist der War4 Talents nicht zu gewinnen! Offenheit und Vertrauen sind die Währung der Zukunft. 

Er führt aus, dass der Paradigmenwechsel durch zwei Faktoren getriggert wird:

  1. Durch die Anforderungen der Generation Y (Work-Life-Balance, Sinnhaftigkeit der Tätigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etc.)
  2. Durch die demografische Entwicklung. Durch die Pensionierung der Babyboomer-Generation werden in nächster Zukunft jährlich zwischen 30- und 40.000 Arbeitnehmer*innen fehlen. Dieser Gap muss geschlossen werden. Die Rot-Weiß-Rot-Karte löst das Problem nicht. (Aktuell sind nur etwas über 5000 dieser Karten aktiv.) 

Die Lösungsansätze gemäß BM Kocher:  

  1. Qualifikation von schlecht qualifizierten Arbeitslosen. Knapp die Hälfte der rund 5,7% Arbeitslosen verfügt lediglich über einen Pflichtschulabschluss. Hier liegt eine besondere Herausforderung. Forciert werden sollen
  2. die Lehre nach der Matura
  3. eine höhere berufliche Bildung (ein neues Ausbildungskonzept) auch ohne Meisterprüfung. 
  4. Die Integration älterer Arbeitnehmer. Das Pensionsantrittsalter steigt weiter. Dieses Potenzial muss genutzt werden. 
  5. Teilzeitmodelle neu analog Niederlande. In Österreich sind 80% der Teilzeitkräfte weiblich und diese leisten überwiegend 20 Wochenstunden oder weniger. In den Niederlanden sieht dieses Bild ganz anders aus. Ein höherer Anteil an männlichen Teilzeitkräften und in der Regel höhere Wochenpensen. Darin sieht BM Kocher ein riesiges Potenzial. 

Zudem brauche es kreative Ansätze und Kooperationsmodelle für zB den Tourismus. Als Beispiel nennt er das Modell, dass Mitarbeiter*innen aus der Gastronomie, die im Sommer in Griechenland eingesetzt sind, über den Winter in die Skiregionen geholt werden könnten. Solch innovative Ansätze vermisst BM Kocher.  
 

Die Präsentationen zum Vortag finden Sie hier:

Impressionen IM Symposium 2022